AG LISA

Wer sind wir?

 

LISA ist die feministische Frauenarbeitsgemeinschaft bei der Partei Die Linke.

In Chemnitz wurde sie 1990 gegründet.

In LISA engagieren sich Genossinnen und Symphatisantinnen für eine emanzipierte

Gesellschaft in der jede und jeder gleiche Möglichkeiten für die Findung und Realisierung

selbstbestimmter Lebensläufe hat.

Unsere Arbeitsgemeinschaft arbeitet eng mit Vereinen und Verbänden in Chemnitz

zusammen und ist Teil der Fraueninitiativen Chemnitz .

Neben inhaltlichen Diskussionen machen wir mit den verschiedensten sichtbaren und

hörbaren Aktionen auf die Situation von Mädchen und Frauen in Deutschland und der Welt

aufmerksam.

 

Höhepunkte hierbei sind

8.März Internationaler

Frauentag und die Frauenwoche in Chemnitz im März.

● 1.Mai

Interkulturelle Woche Chemnitz

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.

● Wahlkämpfe der Partei die Linke

 

Wir treffen uns jeden zweiten Dienstag im Monat um 14.00 Uhr, Rosenplatz 4 (AG Raum).

Wir beraten öffentlich und interessierte Frauen und Mädchen sind bei uns herzlich

willkommen.

 

Termine:

09.02.2016

17.04.2016

10.05.2016

14.06.2016

 

 

 

 

 

8. März 2016

Allen Freund*innen, Kolleg*innen, Genoss*innen, Müttern, Töchtern, Schwestern, Großmüttern, Liebhaber*innen,

Nachbar*innen, Schönheitskönig*innen, Gegner*innen, Revolutionär*innen, Mädchen und Diven in und außerhalb der Linken unsere besten Wünsche zum

 

Internationalen Frauenkampftag.

 

Unter dem Motto “Keine Gewalt gegen Frauen” gehen auch in diesem Jahr Mädchen, Frauen und Männer auf die Straße. Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist ein Verbrechen an den Rechten jedes Individuums. Jede dritte Frau in der Welt und jede vierte Frau in Europa ist Gewalt ausgesetzt. Im Krieg werden Mädchen und Frauen bewusst zu Opfern gemacht. Im Frieden erleben sie die Hölle im eigenen Heim. Gewalt an Mädchen und Frauen in jeglicher Form stellt die Universalität der Menschenrechte in Frage.

Gewalt an Mädchen und Frauen hat viele Gesichter: Verletzung des Rechts auf Selbstbestimmung, Zwangsheirat, körperliche und seelische Gewalt, Ausbeutung, Demütigung und Diskriminierung.

Gewalt an Mädchen und Frauen kommt in allen sozialen Gruppen vor. Männer üben sie aus. Gewalt ist eine Waffe, um Mädchen und Frauen zu unterwerfen. Solange das gegenwärtige Herrschaftssystem besteht, solange es rechtliche und soziale Ungleichheit gibt, fühlen sich Männer und Staaten berechtigt, Gewalt an Mädchen und Frauen auszuüben.

Deshalb ist und bleibt der 8. März vor allem ein Kampftag und das seit über 100 Jahren.

Begonnen hat alles mit Streiks für bessere Arbeitsbedingungen, dem Kampf gegen den Krieg und dem Anspruch auf das Frauenwahlrecht. Das Wahlrecht und mehr Freiheiten in Politik und Lebensführung sind in Europa erreicht. Hier und weltweit sind jedoch viele andere Forderungen seit über 100 Jahren offen. Wie die straffreie Abtreibung und Selbstbestimmung über den weiblichen Körper, gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit sowie eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft.

 

Nicht Ruhe geben Krach schlagen!

 

Am 8.März 2016, 13:15 Uhr im Stadthallenpark schlagen wir Krach für die Rechte der

Mädchen und Frauen weltweit.

 

Frauenrechte sind Menschenrechte!

 

Schließt euch uns an! Mit Trommeln, Topfdeckeln und allem was Krach macht.

 

Von heute an stell ich meine alten Schuhe

nicht mehr ordentlich neben die Fußnoten

häng den Kopf beim Denken

nicht mehr an den Haken

freß keine Kreide. Hier die Fußstapfen

im Schnee von gestern, vergeßt sie

ich hust nicht mehr mit Schalldämpfer

hab keinen Bock

meine Tinte mit Magermilch zu verwässern

ich hock nicht mehr im Nest, versteck

die Flatterflügel, damit ihr glauben könnt

ihr habt sie mir gestutzt. Den leeren Käfig

stellt mal ins historische Museum

Abteilung Mensch weiblich.

(Ursula Krechel, 1977)

 

 

UMOJA – Das Dorf der Frauen in der kenianischen Steppe

In einer gemeinsame Veranstaltung von QUER BEET, der AG LISA.Chemnitz, Feministische Frauenarbeitsgemeinschaft der Partei DIE LINKE und in Kooperation mit dem Frauenzentrum Lila Villa Chemnitz begrüßten wir am 09. Oktober 2015 die Frauenrechtsaktivistin Rebecca Lolosoli, die uns in ihrem Film „UMOJA – Das Dorf der Frauen“ vorstellte. Als Rebecca wegen Aufmüpfigkeit halb zu Tode geprügelt wird, schließt sie sich mit anderen Frauen zusammen, die ein ähnliches Schicksal teilen: geschlagen, vergewaltigt, auf der Flucht vor Genitalverstümmelungen oder Zwangsehen – in Kenia und vielen Ländern Afrikas immer noch trauriger Alltag. Gemeinsam entwickeln die Frauen eine Vision – ein Leben auf eigenem Land, ohne Männer, ohne Misshandlungen – und gründen Umoja, das erste Frauendorf Afrikas. Umoja , das bedeutet „Einheit“ auf Suaheli und danach organisieren die Frauen ihr Leben: Sie teilen Geld und Vieh und treffen ihre Entscheidungen gemeinsam. Mittlerweile leben in Umoja über vierzig Frauen und ihre Kinder. Im Dorf gibt es einen Kindergarten und eine eigene Schule. Für Tourist_innen wurde am Ufer des Uwaso ein Campingplatz mit fünf Hütten gebaut und um einen Zeltplatz erweitert. Die Frauen übernehmen Rechte und Aufgaben, die in der Samburu- Gesellschaft normalerweise nur Männern zukommen. Damit verstoßen sie gegen die herrschenden Konventionen. Anfeindungen und Übergriffe bleiben nicht aus. So auch geschehen während der Vortragsreise in Deutschland. Marodierende, bewaffnete Banden eines anderen Stammes attackierten das Dorf und auch andere Dörfer in der Umgebung von Umoja. Alle Frauen, Kinder und die Lehrkräfte der Dorfschule konnten flüchten und sich irgendwie verstecken. Die Bande hatte die kleine Ziegenherde und alle Vorräte gestohlen. Rebecca und Jane waren geschockt und verzweifelt. Rebecca Lolosoli kämpft weiter für das Recht der Frauen, eigene Entscheidungen zu treffen, Land zu besitzen und ein Geschäft oder Unternehmen zu führen und sie arbeitet unermüdlich, um die schädlichen und gefährlichen kulturellen Praktiken und die Gewalt gegen Frauen zu beenden. Ihr Bestreben ist, das Frauendorf Umoja als sicheren Zufluchtsort für Frauen zu erweitern, nicht nur für Samburu-Frauen, sondern für alle Frauen in Not, die Schutz suchen. Mit ihrer unermüdlichen Arbeit und Zielstrebigkeit transformiert Rebecca langsam aber sicher die Leben der Menschen in und um Umoja und sorgt für Frieden und bescheidenen Aufschwung in ihrer Region. Vieles ist erreicht worden, aber es gibt noch sehr viel zu tun und es ist noch ein langer Weg zu gehen.

Weitere Infos auch zur Lage in Umoja findet ihr unter www.fk-umoja.org

Dagmar Weidauer

AG Lisa.Chemnitz